Integration smarter Energiesysteme im Fokus

Forschung und regionale Zusammenarbeit für die Energiezukunft

Als neue wissenschaftliche Mitarbeiterin am Campus Feuchtwangen unterstützt Lana Wolfram das neue EU-Technologietransferprojekt. Gemeinsam mit regionalen Unternehmen sollen Lösungen entwickelt werden, die moderne Energiesysteme intelligent miteinander verbinden. Solche vernetzten Technologien sind ein zentraler Baustein nachhaltiger Gebäudetechnik und gewinnen zunehmend an Bedeutung.

In einem Interview gab sie Einblick in ihren bisherigen Werdegang und ihre Motivation für die neue Aufgabe.

Was war Ihr bisheriger Werdegang?

Die Grundlage für meinen späteren Weg in die Energietechnik entstand während meines Bachelorstudiums im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen an der Hochschule Schweinfurt. Anschließend war ich in den Bereichen Controlling und Projektmanagement tätig.

Mit dem Wunsch, technischer zu arbeiten und nachhaltige Energiesysteme besser zu verstehen, habe ich danach meinen Master in Energiemanagement und Energietechnik an der Hochschule Ansbach absolviert. Während dieser Zeit konnte ich durch meine Zertifizierung zur Energieeffizienzexpertin den Campus Feuchtwangen bereits etwas besser kennenlernen.

Was interessiert Sie besonders an der nachhaltigen Gebäudetechnik?

Mich begeistert an der nachhaltigen Gebäudetechnik, wie technisches Systemverständnis und praktische Anwendung unmittelbar zusammenkommen. Gebäude sind heute komplexe Energiesysteme, in denen die verschiedensten Komponenten miteinander interagieren. Diese technischen Zusammenhänge zu verstehen und so zu verknüpfen, dass ein effizienter und stabiler Betrieb entsteht, finde ich besonders spannend.

Was sind Ihre Aufgaben am Campus?

Am Campus Feuchtwangen bin ich für die Mitarbeit im neuen EU-Technologietransferprojekt PRISMA zuständig. Dieses Projekt wird von der Europäischen Union kofinanziert. Ziel ist die Entwicklung und der Aufbau einer „Plattform für resiliente Integration smarter Energiesysteme“. Damit soll langfristig die regionale Entwicklung in Mittelfranken – insbesondere im Landkreis Ansbach – unterstützt werden.

Ein zentrales Ziel ist eine zukünftige enge Zusammenarbeit mit unterschiedlichen regionalen Partnern aufzubauen – von Herstellern und Installationsbetrieben über das Handwerk bis hin zu Energieberaterinnen und Energieberatern. Gemeinsam sollen im Laufe des Projekts Lösungen entwickelt werden, die ein vernetztes, intelligentes und widerstandsfähiges Energiesystem der Zukunft ermöglichen.

Was hat Sie an diesem Stellenangebot besonders gereizt?

Der regionale Bezug war für mich sehr wichtig – ich bin in Feuchtwangen geboren und lebe in der Nähe. Deshalb ist es für mich eine Herzensangelegenheit, die Energiezukunft meiner Heimat mitzugestalten.

Zudem hat mich vor allem angesprochen, dass die Stelle Forschung und Praxis auf ideale Weise miteinander verbindet: wissenschaftliches Arbeiten und gleichzeitig der direkte Austausch mit Unternehmen in der Region. Diese Kombination bietet mir die Gelegenheit, technische Fragestellungen nicht nur theoretisch zu betrachten, sondern ihre Umsetzung und Wirkung unmittelbar mitzuerleben und selbst aktiv daran mitzuwirken.