Exkursion ins Reallabor Campus Feuchtwangen

Studierende besichtigen Technik und informieren sich vor Ort

Ausprobieren der DrohnenTechnik live erleben und Physik greifbar machen – rund 30 Studierende der Hochschule Ansbach aus den Studiengängen Nachhaltige Ingenieurwissenschaften NIW und Industrielle Biotechnologie IBT waren vergangenen Montag am Campus Feuchtwangen zu Besuch.

Die Exkursion nach Feuchtwangen ist fester Bestandteil der Physik-Vorlesung bei Prof. Johannes Jungwirth. Denn der Transfer aus der Theorie in die angewandte Praxis gelingt im Reallabor in Feuchtwangen besonders anschaulich.

Laboringenieur Oliver Abel führte die Zweitsemester dazu durch das Campusgebäude und stellte die darin verbaute Technik ausführlich vor. Anknüpfungspunkte zur Vorlesung ergaben sich zahlreich, so z.B. auch mit der Wärmepumpe und dem Eisspeicher: „Das hat es also mit dieser Kristallisationswärme auf sich!“ war nur einer von zahlreichen Heureka-Momenten an diesem Nachmittag.

Ausprobieren der DrohnenAnhand der Heizungsanlage verdeutlichte Oliver Abel weiter die Energieflüsse im Gebäude: „Die Photovoltaikanlage auf dem Dach versorgt das System mit elektrischer Energie, um Umgebungswärme ins Gebäude zu transportieren. Überschüssige Elektrizität wird ins Netz eingespeist.“

Im Anschluss informierte Prof. Jungwirth weiter über Inhalte am Campus: „Unser Masterstudiengang Smart Energy Systems bietet sich wegen der englischen Sprache und dem Kontakt zu Studierenden aus aller Welt insbesondere auch für Deutsche an, um erste Erfahrungen im internationalen Umfeld zu sammeln“ so der Studiengangleiter.

Tiefergehenden Details der NIW-Studienrichtung Energie und Gebäudetechnik lieferte Christoph Matschi. Building Information Modelling, Cradle to Cradle und Climate Engineering sind nur einige wenige Schlagworte zum Inhalt. „Um die Energiewende zu schaffen, müssen wir an die Gebäude und ihre Versorgung ran. Durch intelligenten, nachhaltigen Bau und Betrieb sowie Recycling lässt sich hier richtig was bewegen.“

Grillen mit dem PhysikkursAls Vertreter der Bayerischen Drohnenakademie führte Oliver Abel den Studierenden die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Drohnen vor Augen: „Man kann nicht nur spektakuläre Bild- und Videoaufnahmen mit Drohnen machen. Mit der richtigen Ausstattung wie einer Wärmebildkamera lassen sich z.B. Häuser auf Schwachstellen untersuchen, defekte PV-Module finden oder auch Rehkitze aufspüren.“

Beim abschließenden gemeinsamen Grillen bot sich den Studierenden die Möglichkeit zum Austausch nicht nur mit dem Campus-Personal, sondern auch mit zwei NIW-Studierenden aus höherem Semester.